Es gab in der vergangenen Jahre immer wieder vermehrt Hackerangriffe auf den deutschen Bundestag. Natürlich kann fast jeder dieser Angriffe abgewehrt werden, da das Sicherheitsnetz sehr weit ausgebaut ist und immer wieder überprüft und erweitert wird. Allerdings gelang es Anfang 2015 bis zum Mai 2015 einer Hackergruppe, sich unbemerkt in das Sicherheitssystem des deutschen Bundestags einzuhacken und über mehrere Monate hinweg unerkannt Informationen zu stehlen und diese auf ihren eigenen Server abzuspeichern.

Nach dem Bekanntwerden dieses Angriffs im Mai 2015 hatte man zunächst einmal überprüfen müssen, welche Daten überhaupt angegriffen worden sind und wie es dazu kommen konnte, dass der Hackerangriff so eine lange Zeit unbemerkt bleiben konnte.

Bei diesen Überprüfungen hat man scheinbar herausgefunden, dass eine Einheit des russischen Geheimdienstes GRU hinter diesem Angriff stecken sollte, da man Indizien dafür sammeln konnte, dass der Angriff wohl der “APT28” aus Russland zuzuordnen wäre.

Der Bundestag, der ein eigenes internes Sicherheitssystem hat, welches rund 20.000 Computer überwacht, hatte wohl eine Schwachstelle im System, sodass sich die Hacker unbemerkt einschleichen konnte. Nach der Bekanntgabe in den Medien über diesen Vorfall gab es einen großen Aufschrei von Sicherheitsexperten, warum sich der deutsche Bundestag im Jahre 2009 dagegen entschieden hatte, sich dem Sicherheitsnetz der Bundesregierung angeschlossen hatte, womit der Angriff eventuell hätte verhindert werden können.

Man hatte den Anschein, dass die Hacker immer Stück für Stück einen Trojaner in das System deutschen Bundestag eingeschleust hatten und somit irgendwann auf Admin-Passwörter und Benutzerdaten zugreifen konnten, womit möglicherweise Unmengen an Daten auf die Server der Angreifer geflossen sein könnten. Als der Angriff im Mai 2015 erkannt wurde, war es allerdings schon viel zu spät, denn scheinbar haben die Hacker auf fast jeden Computer des Bundestags zugreifen können und man entschied sich dazu, alle Computer auszutauschen und teilweise auch ganze Sicherheitsabteilungen lahmzulegen, um noch weitere Angriffe verhindern zu können. Bis heute scheinen noch nicht alle Sicherheitslücken geschlossen worden zu sein und es wird laut Medien immer noch ermittelt.